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Mehrgenerationenhaus II

 

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns, dass Sie sich für das Projekt Mehrgenerationenhaus II
im Baugebiet Schnallenäcker III in Renningen interessieren.

 

Das Projekt Mehrgenerationenhaus II geht weiter - coronagerecht.

In normalen Zeiten würden wir regelmäßige Präsenztreffen für die Interessentengemeinschaft durchführen. Dabei würde die Gruppe der Interessenten informiert werden und über aktuell anstehende Themen sprechen. In den Treffen würden wir als Gruppe gemeinsam ein Konzept entwickeln, wie das Zusammenleben in unserem Mehrgenerationenhaus aussehen soll und wie wir uns das Gebäude vorstellen.
 

Coronabedingt haben wir uns neu organisiert:

Spaziergänge
Von Juli bis Oktober 2020 wurden gemeinsame Spaziergänge im Freien angeboten – als zwanglose Treffen, damit sich die Interessenten untereinander weiter kennenlernen und austauschen konnten.

Info-Veranstaltung
Am 7. Oktober 2020 haben wir als Arbeitskreis Mehrgenerationenhaus II der Renninger Agenda zusammen mit dem VdK Renningen eine coronagerechte Info-Veranstaltung in der Festhalle Renningen organisiert. Das Thema war:
Bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum schaffen mit Baugemeinschaften.
Den Bericht über diese Veranstaltung können Sie unten auf dieser Seite lesen.

Online-Sitzungen
Mittlerweile trifft sich die Interessentengruppe regelmäßig in Online-Sitzungen, um das Projekt weiter voranzubringen. Während dieser Sitzungen wird derzeit sehr engagiert an einem Konzept für das Mehrgenerationenhaus II gearbeitet.

Online-Sitzungen können persönliche Treffen nicht vollständig ersetzen. Das Kennenlernen ist dabei naturgemäß etwas eingeschränkt. Dennoch gibt es bis auf weiteres keine andere wirklich sichere Alternative für die Interessentengruppe. Deshalb freuen wir uns, dass wir diese Möglichkeit nutzen können - und darüber, dass viele der Interessenten diese Möglichkeit tatsächlich nutzen und sich engagiert in das Projekt einbringen (auch die, die davor noch nie an einer Online-Sitzung teilgenommen hatten).

 

Wenn Sie Interesse an unserem Projekt haben, wenden Sie sich einfach per E-Mail an info@mehrgenerationenhaus-renningen.de

Die Initiativgruppe Mehrgenerationenhaus II

 

 

Bericht von der Info-Veranstaltung

des Arbeitskreises Mehrgenerationenhaus II

sowie des VdK Renningen und Malmsheim

 

Am Mittwoch, den 7. Oktober 2020, fand in der Festhalle Renningen eine Info-Veranstaltung des VdK Renningen und Malmsheim zusammen mit dem Arbeitskreis Mehrgenerationenhaus II der Renninger Agenda statt. Das Thema war „Bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum schaffen mit Baugemeinschaften“. Der Arbeitskreis Mehrgenerationenhaus II freut sich über die Unterstützung des Sozialverbands VdK, der sich in einem neuen Bündnis „Soziale Plattform Wohnen“ für eine Wende in der Wohnungspolitik einsetzt.

Martina Oberrauch, Vorstandsvorsitzende des VdK Renningen, Vorstandsmitglied des Kreisverbandes VdK Leonberg und derzeitige Arbeitskreissprecherin des Arbeitskreises Mehrgenerationenhaus II, eröffnete die Veranstaltung mit einer grundsätzlichen Vorstellung des Sozialverbandes VdK sowie der Renninger Agenda. Dann informierte sie über den aktuellen Stand des AK MGH II: Eine engagierte Interessengemeinschaft mit einer Nachfrage nach vielen Wohnungen steht in den Startlöchern, um sich aufgrund der Vergabekriterien auf geeignete Grundstücke für Mehrfamilienhäuser in Schnallenäcker III zu bewerben.

Danach referierte Matthias Gütschow, ein erfahrener Architekt und Projektwickler aus Tübingen und freier Berater für Kommunen, über die Mehrwerte von Baugemeinschaften. Dabei teilte er mit, dass immer mehr Kommunen eine Beratung hinsichtlich Quartiersentwicklung unter Einbezug von Baugemeinschaften beauftragen. Als Vorteile von Baugemeinschaften nannte er die Realisierung zukunftsweisender Gebäudekonzepte, kostentransparentes und kostensparendes Bauen unter Entscheidung der Gruppe, eine hohe Identifikation der Eigentümer mit dem Gebäude und dem Quartier sowie Gemeinschaftseinrichtungen – die natürlich hausintern genutzt werden, aber ganz oft auch einen Mehrwert für das Quartier und die Kommune darstellen. Als Beispiel nannte er hierfür unter anderem eine Art „Nachbarschaftscafé“, welches von den Hausbewohnern als Gemeinschaftsraum benutzt wird, aber für die Nachbarschaft als Quartierscafé betrieben würde. So wurde an verschiedenen bereits realisierten Projektbeispielen gezeigt, wie vielfältig Menschen ihre Lebensräume gestalten, was in Bauträger-Projekten in dieser Form gar nicht möglich ist.

Anschließend erläuterte er die unterschiedlichen Möglichkeiten der Grundstücksvergabe. Beim Konzeptvergabeverfahren erfolgt die Grundstücksvergabe nach den inhaltlichen Konzepten der Bewerber. So sollten nach Herrn Gütschows Ansicht Bewerbungsinhalte für Baugemeinschaften offen formuliert werden, damit auch zusätzliche Projektinhalte in die Bewertung einfließen können, z.B. ein innovatives Energiekonzept, besondere bauliche Gestaltungen und/oder soziale Aspekte – Inhalte, die vorher bei Erstellung des Kriterienkataloges vielleicht noch nicht einmal angedacht waren. Auch warnte Herr Gütschow vor einer reinen Grundstücksvergabe nach einer Punktematrix. In München habe die prekäre Wohnsituation dazu geführt, dass eine eingeführte Punktebewertung schnell wieder abgeschafft wurde, da plötzlich alle Bewerber auf ein Grundstück immer alle Kriterien erfüllen wollten und die Kommune gezwungen war, unter den ganzen „eierlegenden Woll-Milch-Säuen“ schlussendlich doch wieder manuell auszuwerten und zu vergeben.

Zur Rechtssicherheit führte er an, dass Direktvergaben von Grundstücken an Baugemeinschaften – wie bei der Konzeptvergabe auch – unter Einhaltung des Kommunalrechts (§92 Abs.1 GemO BW) und des EU-Beihilferechts (Art.107 Abs.1 AEUV) ohne Probleme möglich sind.

Im Baugebiet Schnallenäcker III wird die Grundstücksvergabe über die Plattform Baupilot durchgeführt. Die Beurteilung erfolgt über eine Punktematrix, die bislang ausschließlich (vorab von Stadtverwaltung und Gemeinderäten vordefinierte) Auswahlkriterien bewertet. Der Arbeitskreis MGH II hat Befürchtungen, dass eigenständige Konzeptideen nicht berücksichtigt werden könnten und somit das Potential der momentanen Interessengemeinschaft ohne entsprechende Kaufoption von geeigneten Grundstücken nicht ausgeschöpft werden kann. Frau Oberrauch verwies auf die frühere äußert positive Unterstützung des Arbeitskreises des bestehenden Mehrgenerationenhauses – sowohl von der Stadtverwaltung als auch von den Gemeinderäten – und schaut daher zuversichtlich der künftigen Zusammenarbeit entgegen.

Zum Schluss war noch Zeit für Fragen und Diskussion vorgesehen, was von den Teilnehmern im Saal, ebenso wie von den Online-Teilnehmern, rege genutzt wurde. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die zeigte, welche Vorteile sich für Kommunen ergeben, wenn für Partizipation in Form von Ansiedlung von Baugemeinschaften die entsprechende Basis geschaffen werden kann und aktive Bürgerinnen und Bürger dadurch in eine „Quartiersgestaltung“ einbezogen werden.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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